Physiozentrum für Weiterbildung Wehlistrasse 29/1/4. OG, 1200 Wien Telefon: +43 1 33 44 241 E-Mail: office@physio-zentrum.at
| Zielgruppe: | PhysiotherapeutInnen, SportwissenschafterInnen, ErgotherapeutInnen, ÄrztInnen |
Klettern ist eine Trendsportart, die immer mehr Menschen in ihren Bann zieht. Der sichere Aufenthalt in und an der Kletterwand erfordert vom Kletternden eine hohe Fähigkeit komplexe und koordinative Bewegungen kraftvoll umzusetzen. Im therapeutischen Klettern werden diese speziellen Anforderungen gezielt trainiert. Denn die richtige (sehr komplexe) Kletterbewegung kann das koordinative Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen oder Extremitäten ausgezeichnet verbessern (Stichwort: Bewegungskoordination). Ebenso können vorhandene Kraftdefizite nach gezielter Darstellung analysiert und anschließend funktionell behoben werden (Stichwort: Gelenksstabilisation). Bewegungskoordination und Gelenksstabilisation können in weiterer Folge, vor allem auch durch die zunehmende Dichte an Therapiekletterwänden in Reha-Zentren und Praxen, gezielt in der Therapie und Rehabilitation unterschiedlicher Gelenks- und Muskelproblematiken eingesetzt werden. Ein wichtiger psychologischer Aspekt bei all dem ist die einzigartige und motivierende Faszination des Klettersports. Sie fördert die wichtige Compliance der PatienIn in der Therapie.

Ausbildung:
Das theoretische Konzept der Kletterbewegung steht am Anfang der Ausbildung und dient als Grundstein der eigenen analytischen Fähigkeiten. Darauf aufbauend wird die therapeutische Relevanz von Teilen der Kletterbewegung behandelt. Die Theorie wird in praktischen Übungskonzepten anhand unterschiedlicher therapeutischer Fragestellungen veranschaulicht. Hier werden sowohl bewegungskoordinative, als auch gelenksstabilisierende und kräftigende Aspekte der Kletterbewegung analysiert.
Ziel:
Mit Abschluss der Grundstufe haben die TherapeutInnen die Fähigkeit erworben, sich der Kletterwand gezielt als probatem Therapiemittel für Koordinations- und Stabilisa-tionsanforderungen zu bedienen. Ziel ist es, ein therapeutisch-analytisches Verständnis der Kletterbewegung zu entwickeln um darauf gründend selbsttätig Konsequenzen für die eigene Therapie ableiten zu können. Therapeutisches Klettern kann in diesem Sinne rehabilitativ und präventiv in die Auswahl der jeweils individuellen Therapieanwendungen für Indikationen wie beispielsweise BS-Vorfall, Lumbalgie, Schulterinstabilität, oder Cervicalsyndrom aufgenommen werden.

Kurstermine sind derzeit in Planung.