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Erkennen von Red Flags - Screening in der Physiotherapie

PhysiotherapeutInnen begleiten PatientInnen oft über mehrere Wochen.

 

Nicht immer verbessern sich Symptome über die Zeit, sie können sich von anfangs gutartigen Zeichen zu zunehmend besorgniserregenden Warnsignalen verändern. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre PatientInnen durch ein klares Untersuchungsprozedere mit einem sofortigen eindeutigen Ergebnis!

 

Wenn Sie ernsthafte Pathologien frühzeitig erkennen wollen und Sie sich für die ärztliche Versorgung ihrer PatientInnen einsetzen, dann nutzen Sie ein zuverlässiges Screening-Prozedere mit fundierten differenzialdiagnostischen Kenntnissen und Kommunikationsstrategien.

 

AbsolventInnen können nach Beendigung des Kurses schnell und effizient entscheiden, ob Symptome eine differentialdiagnostische Abklärung erfordern. Sie können diese Entscheidung begründen und gegenüber dem Arzt kommunizieren.

Der Kurs dient der Unterstützung der täglichen physiotherapeutischen Tätigkeit unabhängig von dem Setting.

 

ZIELGRUPPE

PhysiotherapeutInnen


Als PhysiotherapeutIn treffen Sie im klinischen Alltag laufend Entscheidungen.

 

Sie stehen vor Fragen wie:

• Welche Struktur steht im Mittelpunkt der Therapie?

• Welche Techniken/Methoden versprechen Erfolg?

• Gibt es differenzialdiagnostische Aspekte?

• Ist das Problem physiotherapeutisch lösbar?

 

Dieser Kurs hilft Ihre Entscheidungsfindung zu verbessern. Screeningverfahren gehören heute zur physiotherapeutischen Untersuchung.

 

Über den Kurs:

Wörtlich übersetzt bedeutet das englische Wort „Screening“: Aussieben, Sichten, Trennen, Auswahlprüfverfahren.

 

Aber wonach suchen Physiotherapeuten wenn sie „screenen“?

 

Meist ist es ein „Bauchgefühl“, das zu einer Überweisung zurück zum behandelnden Arzt oder zu einem Spezialisten führt. Leider dauert diese Entscheidung oft zu lange und „Bauchgefühl“ lässt sich schlecht auf eine Weise kommunizieren, die tatsächlich zu einer weiterführenden Diagnostik führt.

 

Der Begriff wird in der Physiotherapie für eine ähnliche Vorgehensweise auf verschiedenen Ebenen angewendet. Zum Beispiel verwendet man den Begriff in der Manuellen Therapie für die Überprüfung einer Struktur (z. B. eines Gelenksystems), um dessen (Nicht-)Beteiligung an einem klinischen Problem festzustellen. Zusätzlich zu diesen manualtherapeutisch wichtigen Strukturen und Systemen soll in diesem Kurs das Screening-Prozedere für weitere Systeme vorgestellt werden. Dazu gehören das pulmonale System, das kardiovaskuläre System inkl. der peripheren Blutgefäße, das gastrointestinale System, das Harnwegsystem, das gynäkologische System und das zentrale Nervensystem. Weiter müssen auch Erkrankungen wie Tumoren / Metastasen, Entzündungen, Osteoporose und z. B. Frakturen mit ihren typischen Leitsymptomen erkannt (gescreent) werden.

 

Übergeordnet stellt sich hier also die Frage, ob es sich bei den bestehenden Symptomen überhaupt um ein physiotherapeutisch behandelbares Problem handelt, oder ob eine ärztliche Intervention / Diagnostik erforderlich ist. Traditionell entscheidet dies der überweisende Arzt. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Gründen, warum es für Physiotherapeuten von zunehmender Bedeutung ist, solche Entscheidungen mittragen zu können. Das gilt besonders, wenn z. B. durch die Zulassung zum Heilpraktiker für Physiotherapie, Patienten im Erstkontakt, also ohne vorher einen Arzt konsultiert zu haben, von Physiotherapeuten untersucht und behandelt werden. Aber auch der zunehmende Zeitdruck in Arztpraxen kann gelegentlich dazu führen, dass wichtige Informationen übersehen werden. Viele Situationen z. B. im Sport am Spielfeldrand, im Präventionsbereich, im Freundes- und Familienkreis, erfordern eine schnelle und sichere Entscheidung, ob ein Arztbesuch notwendig ist. Und nicht zuletzt ist es auch eine ethische Pflicht von Physiotherapeuten, ernsthafte Pathologien früh zu erkennen und eine ärztliche Diagnostik und Behandlung zu initiieren.

 

Dieser Kurs soll dazu dienen, eine strukturierte Vorgehensweise für das physiotherapeutische Screenen zu erlernen. Er bietet viele Beispiele für Pathologien, die sich im Frühstadium wie physiotherapeutisch behandelbare Symptome darstellen können. Dennoch kann nur ein kleiner Teil der nahezu unendlichen (und somit auch unendlich seltenen) Krankheiten berücksichtigt werden. Es werden täglich neue Fallstudien veröffentlicht, in denen sich eine Erkrankung ungewöhnlich darstellt, somit ist ein kompletter Katalog von Pathologien nicht möglich und auch ein komplettes Abbild der zum heutigen Zeitpunkt bekannten Pathologien und ihren klinischen Präsentationen würde sehr viel mehr Seiten füllen, als in diesem Rahmen zur Verfügung stehen. Dieser Kurs beinhaltet somit die häufigsten und – aus Sicht der Referentin – wichtigsten Erkrankungen, die eine muskuloskeletale Präsentation zeigen können.

 

Fortbildungseinheiten: 16

 

Dr.
Kerstin
Lüdtke
, PHD Physiotherapie

Ausbildung und Werdegang

 

Akademische Ausbildung

2009 -  2014

PhD  University of Birmingham (UK), School of Health and Population Sciences „Effectiveness of transcranial direct current stimulation(tDCS) in patients with chronic low back pain“

                                  

1997-2002

Master of Science in Manipulative Physiotherapy Sheffield Hallam University (UK)

 

 

Wissenschaftliche Tätigkeiten

seit 2014-

PostDoc Institut für systemische Neurowissenschaften Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

2010-2014

Doktorandin Institut für systemische Neurowissenschaften Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf                             

2008 -  2010

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für systemische neurowissenschaften Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf                                                                              

2002 - 2005

Wissenschaftliche Mitarbeiterin „Developing a test battery for the functional capacity of patients with back pain“

Projekt gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Kooperation des Rückenzentrums Am Michel (Dr.G.Müller) und der Georg-August Universität Göttingen (Prof.Hildebrandt und PD M.Pfingsten)

 

Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen

Forschungssymposium Physiotherapie (Bochum, 2016)

Deutscher Schmerzkongress (Mannheim, 2017)

 

Mitwirken in Fachverbänden

seit 2016   1.Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft

2002-2012    Vorstandsmitglied des Deutschen Verbandes für Manuelle Therapie - Maitland Konzept (DVMT)

 

Forschungsschwerpunkte

Schmerz, chronischer Schmerz, Kopfschmerz, Migräne

 

Veröffentlichungen

Luedtke, K.

Editorial - Does the rectus capitis posterior minor muscle contribute to the pathogenesis of chronic headache?

Cephalalgia, 2016, accepted

 

Luedtke, K; Boissonnault, W; Caspersen, N; Castien, R.; Chaibi, A; Falla, D; Fernández-de-las-Peñas, C; Hall, T;  Hirsvang, JR; Horre, T; Hurley, D; Jull, G; Krøll, LS; Madsen, BK.; Mallwitz, J.; Miller, C; Schäfer, B; Schöttker-Königer, T; Starke, W; von Piekartz, H; Watson , D; Westerhuis, P; May, A.

International consensus on the most useful physical examination tests used by physiotherapists for patients with headache: A Delphi study

Manual Therapy, 2016 June, Volume 23, Pages 17–24

Impact factor 1.869

 

Luedtke, K; Allers, A; Schulte, LH; May, A.

Efficacy of interventions used by physiotherapists in headache and

migraine – systematic review and meta-analysis

Cephalalgia, 2015 Jul 30

Impact factor 6.052

 

Luedtke, K; Rushton, A; Wright, C; Jürgens, T; Polzer, A; Mueller, G; May, A.

Effectiveness of transcranial direct current stimulation alone or preceding cognitive-behavioral management for chronic low back pain: a randomized controlled trial.

BMJ. 2015;350:h1640

Impact Factor 19.697

 

Ihle, K.; Rodriguez-Raecke, R.; Luedtke, K.; May, A.

tDCS modulates cortical nociceptive processing but has little to no impact on pain perception

Pain. 2014 Jul 30 [Epub ahead of print]

Impact factor 5.213

 

Pfingsten, MLueder, SLuedtke, KPetzke, FHildebrandt, J.

Significance of physical performance tests for patients with low back pain.

Pain Medicine. 2014 Jul;15(7):1211-21. Epub 2014 Jun 14

Impact factor 2.339

 

Schäfer, A.G.; Hall, T.M.; Rolke, R.; Treede, R.D.; Lüdtke, K.; Mallwitz, J.; Briffa, K.N.

Low back related leg pain: An investigation of construct validity of a new classification system.

Journal of Back and Musculoskeletal Rehabilitation. 2014 Mar 10. [Epub ahead of print]

Impact factor 0.956

 

Klein, L.K.; Lüdtke, K.; Schäfer, A.

Effektivität aktiver Übungstherapie bei zervikogenen Kopfschmerzen

Systematische Literaturübersicht

Physioscience 2013; 9(3): 115-121

 

Lüdtke,K. (editorial)

Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen – Segen oder Fluch?

Physioscience; Issue 03, 2013

 

Lüdtke,K.; Arne May, A.;  Jürgens, T.P.

No effect of transcranial direct current stimulation on experimentally induced thermal and electrical pain in patients with chronic low back pain

PLoS One. 2012;7(11):e48857

Impact factor 3.73

 

Lüdtke, K.; Rushton, A.; Wright, C.; Geiss, B.; Juergens T.P.; May, A.

Transcranial direct current stimulation for the reduction of clinical and experimentally induced pain - a systematic review and meta-analysis.

Clinical Journal of Pain. 2012 Jun;28(5):452-61

Impact factor 2.552

 

Lüdtke, K.

Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz Neufassung August 2011

Physioscience; Issue 04, 2012

 

Lüdtke, K.; Schomacher, J.

Deutscher Schmerzkongress 2011: Alles multimodal? Chancen und Grenzen

Manuelle Therapie; Issue 01, 2012

 

Lüdtke, K.

Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz Neufassung August 2011

Manuelle Therapie; Issue 01, 2012

 

Luedtke K, Rushton A, Wright C, Juergens TP, Mueller G, May A.

Effectiveness of anodal transcranial direct current stimulation in patients with chronic low

back pain: Design, method and protocol for a randomised controlled trial.

BMC Musculoskeletal Disorders. 2011 Dec 28;12(1):290

Impact factor 1.684

 

von Piekartz, H.; Lüdtke, K.

Einfluss der Behandlung temporomandibulärer Störungen bei Patienten mit chronischen zervikogenen Kopfschmerzen

Manuelle Therapie; Issue 03, 2011

 

Lüdtke, K.

Kommentar zum Artikel Rajadurai V. Wirksamkeitsvergleich einer kaudalen Gleitmobilisationstechnik in endgradiger und mittelgradiger Schulterabduktion bei Capsulitis adhaesiva (Schultersteife)

Physioscience; Issue 03, 2011

 

Lüdtke, K. (editorial)

Ist die deutsche Sprache ein physioscience-Dilemma?

Physioscience; Issue 01, 2011

 

von Piekartz, H. & Lüdtke, K

Effect of orthopaedic manual therapy of temporomandibular disorders (TMD) in patients with cervicogenic headache: A single-blind, randomized controlled study.

The Journal of craniomandibular disorders (CRANIO) Vol.29, No.1 (2011):43-56

 

Lüdtke, K.

Diskussion zum Direct Access

Manuelle Therapie; Issue 05, 2010

 

Lüdtke, K. (editorial)

Lohnt sich ein Master-Studiengang?

Physioscience; 02, 2009

 

Schäfer, A.; Hall, T.M.; Lüdtke, K.; Mallwitz, J.; Briffa, N.K.

Interrater Reliability of a New Classification System for Patients with Neural Low Back-Related Leg Pain

The Journal of Manual & Manipulative Therapy Vol. 17 No. 2 (2009), 109-116

Impact factor 0.50

 

Lüder, S.; Pfingsten, M.; Lüdtke, K.; Müller, G.; Strube, J.; Hildebrandt, J.

Kann die Aktivitätskapazität von Patienten mit Rückenschmerzen objektiv und reliabel gemessen werden?

Physioscience; 04, 2006

 

Lüdtke, K. (editorial)

Physiotherapeuten als Erstkontakt in Deutschland?!

Physioscience; 04, 2006

Lüdtke, K.

 

Lüdtke, Kerstin

Alltagsaktionen im Mittelpunkt

Physiopraxis; Issue 10, 2005

 

Lüdtke, K.

Einfluss der Kommunikation zwischen Physiotherapeuten und Patienten auf deren Krankheitsmodelle bei Rückenschmerzen

Manuelle Therapie; 03, 2004

 

Lüdtke, K.

Exploring the physiotherapist-patient communication for influences on the belief systems of back pain patients.

PPA News.2003;15:30-34

 

Screening in der Physiotherapie

Thieme-Verlag, 2015

ISBN 978-3-13-200341-5


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Erkennen von Red Flags Screening in der Physiotherapie1906

Erkennen von Red Flags Screening in der Physiotherapie
17.06.2019 bis 18.06.2019


€ 340,00
Kursort: Wien
Module & Beginnzeiten
Erkennen von Red Flags Screening in der Physiotherapie1906

17.06.2019

18.06.2019

 

ReferentInnen

Dr. Kerstin Lüdtke

09:00 bis 17:00 Uhr

09:00 bis 17:00 Uhr