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Dis-Embodiment und anhaltende Schmerzen – eine Frage der Aufmerksamkeit

Dieses Webinar ist eine Einführung in das Konzept des Embodiment, bzw des „Dis-embodiment“ im Rahmen einer Schmerzerkrankung.

 

Traumatische Erfahrungen (z.B. nach einer Verletzung) und daraus resultierende anhaltende Schmerzen kӧnnen dazu beitragen, dass der Betroffene sich in seinem eigenem Kӧrper nicht mehr auskennt.

Dieses „Dis-embodiment“ führt häufig zu Funktionsstӧrungen auf allen Ebenen des bio-psycho-sozialen Systems, welches sich u.a. anhand von homoeostatischen Stressreaktionen, Ängsten und Kontrollverlusten im Alltag zeigt.

 

Mit Hilfe von Wahrnehmungsübungen zur Interozeption/Propriozeption, sowie einer gezielten Schmerzedukation, bietet sich ein therapeutischer Zugang um diesen Teufelskreis allmählich zu durchbrechen. Im Rahmen des Webinars werden Strategien aus der Trauma Therapie und Achtsamkeits Schulung vorgestellt um erstens ‚überprotektive‘ Schutzreaktionen im Kӧrper konstruktiv und un-emotional betrachten zu kӧnnen, und zweitens über Bewegung und Atemtherapie regulativ zu moderieren.

Das Ziel dieses „Re-embodiment“ ist nicht primär eine Schmerzreduktion sondern die Stärkung der individuellen Resilienz.

 

ZIELGRUPPE

PhysiotherapeutInnen; ÄrtzInnen; ErgotherapeutInnen; Hebamme; MasseurInnen; Sonstige Health Professionals; SportwissenschaftlerInnen; StudentInnen Physiotherapie ab dem 5 Semester


LERNZIELE

  • Schmerz als eine Schutzfunktion des Kӧrpers zu betrachten
  • Das Konzept des Embodiment und der Interozeption zu verstehen
  • Strategien zu entwickeln um “Re-embodiment” im Rahmen einer Bewegungstherapie zu fӧrdern

 

 

Fortbildungseinheiten

Für den Kurs "Dis-Embodiment und anhaltende Schmerzen - eine Frage der Aufmerksamkeit" erhalten Sie 2,5 FE zu je 45 Minuten.


Martina
Egan Moog

Ausbildung und Werdegang

Martina Egan Moog arbeitet als Physiotherapeutin im interdisziplinären PRECISION ASCEND Schmerzmanagement Programm in Melbourne und als Tutorin im Muskuloskeletalen/Sport Master der LaTrobe Universität. Seit 2021 hat sie eine kleine Privatpraxis für Schmerzpatienten, wo sie vorallem psychologisch informierte Schmerzmanagement Strategien und Yoga in ihre Therapie einfliessen lässt (https://www.resetintegrativealliedhealth.com).

Seit 22 Jahren unterrichtet und publiziert sie zu schmerzwissenschaftlichen Themen. Sie ist Instruktorin im Team der NOI (Neuro-Orthopädisches-Institut, www.noigroup.com) und hat 2004 deren „Explain Pain“ (Buch und Kurs) ursprünglich ins deutsche übersetzt (‚Schmerzen verstehen“). Sie ist Mitarbeiterin im Arbeitskreis „Schmerz und Bewegung“ der Deutschen Schmerzgesellschaft und mitverantwortlich für die Entwicklung, Unterricht und Prüfung des Curriculums „spezielle Schmerzphysiotherapie“.

Ursprünglich aus dem Ruhrgebiet kommend, hat sie 1990 ihre Physiotherapie Schule an der Universitӓtsklinik in Essen absolviert. Daraufhin folgten mehrere Jahre in Physiotherapiepraxen im Süden Deutschlands mit dem Schwerpunkt Manuelle Therapie und Sporttherapie, bevor sie 1996-1999 zuerst das ‚Postgraduate Diploma in Manipulative Therapy‘ und aufbauend den ‚Master of Science‘ zum Thema ‚‘Schmerzmechanismen und psychologische Faktoren bei chronischen Schleudertrauma Patienten’ an der Curtin Universität in Perth beendet hat. Im Anschluss daran arbeitete sie für mehrere Jahre im kognitiv-verhaltenstherapeutischen ADAPT Schmerzmanagement Programm in Sydney, dessen Konzept sie seitdem im klinischen Alltag begleitet. Wӓhrend dieser Zeit kam sie auch in Kontakt mit Yoga Philosophie und Bewegungsanleitungen und begann diese zunehmend in ihre therapeutische Arbeit zu integrieren. 2019 hat sie ihre Yoga Ausbildung an der Australian Yoga Academie in Melbourne abgeschlossen.

 


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