Wenn Schmerz die motorische Kontrolle beeinflusst, wird Bewegung vom Patienten oft als Bedrohung wahrgenommen. Viele Betroffene verharren in chronischen Maladaptationen und ausgeprägtem Vermeidungsverhalten, da die Angst vor einer Symptomverstärkung sie blockiert.
In diesem interaktiven Workshop lernst du, wie du Kinesiophobie im therapeutischen Alltag differenziert erfasst und mittels gezielter Bewegungserfahrungen (Behavioral Experiments) sowie edukativer Ansätze systematisch abbaust. Wir erarbeiten Strategien, um Patienten die biologische Sicherheit für aktive Belastung zurückzugeben.

Inhalte
- Maladaptives Vermeidungsverhalten modifizieren: Wie du Patienten über zielgerichtete, aktive Bewegungserfahrungen aus der Schonhaltung in die physiologische Belastung führst.
- Klinische Statuserhebung: Praxisnahe Ansätze und Assessments, um das Ausmaß der Bewegungsangst im Praxisalltag verlässlich einzuschätzen.
- Sicherheitsreize durch aktive Bewegung: Konkrete Übungssequenzen, die dem Patienten auf der Trainingsfläche unmittelbar die Erfahrung von schmerzfreier oder schmerzreduzierter Belastbarkeit ermöglichen.
- Kognitive Umstrukturierung (Edukation): Gezielte sprachliche Interventionen und Vermittlung von biopsychosozialen Zusammenhängen, um Ängste abzubauen und therapeutisches Vertrauen zu stärken.

