Warum persistieren Schmerzen, obwohl die Gewebeheilung physiologisch längst abgeschlossen ist? Wenn das zentrale Nervensystem eine neuronale Überempfindlichkeit entwickelt hat, bleiben lokal-strukturelle Therapieansätze meist wirkungslos. In diesem Workshop konzentrieren wir uns voll auf das klinische Handwerkszeug für den Umgang mit zentralen Schmerzmechanismen.
Du lernst, wie du das hypersensible Alarmsystem deiner Patienten durch gezielte aktive Bewegungsimpulse, veränderte motorische Ansteuerung und fundierte Schmerzedukation systematisch herunterregulierst.

Inhalte
- Differenzialdiagnostik im Praxisalltag: Klinische Kriterien zur Differenzierung zwischen nozizeptiven und neuropathischen Schmerzanteilen.
- Neurozentrierte Bewegungstherapie: Direkt anwendbare aktive Übungsansätze, die dem zentralen Nervensystem neurophysiologische Sicherheit signalisieren.
- Zielgerichtete Schmerzedukation: Wie du Patienten komplexe neurobiologische Prozesse verständlich vermittelst, um Bedrohungsdispositionen und Schmerzwahrnehmung zu reduzieren.
- Klinisches Reasoning für komplexe Fälle: Konkrete aktive Strategien für scheinbar therapieresistente, chronische Beschwerdebilder (z. B. Fibromyalgiesyndrom oder chronisch unspezifischen Rückenschmerz).

